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Zukunft der Arbeit: Uns braucht es bald nur noch als Konsumenten

Die Leistung von Computern und Robotern wird in den nächsten Jahren massiv steigen. Jeder zweite Job droht ersetzt zu werden.

Immer mehr Ökonomen sind der Ansicht, dass die damit verbundenen sozialen Umwälzungen nur mit negativen Steuern oder einem bedingungslosen Grundeinkommen zu meistern sind.

Quelle: Zukunft der Arbeit: Uns braucht es bald nur noch als Konsumenten

Es ist Zeit zu handeln.

Der „Dieb“ im nachfolgenden Film ist im System versteckt. Wir sind unsere eigenen Diebe, da wir zunehmende Produktivität selber dazu nutzen, um noch mehr zu konsumieren. Die beste Methode dem beizukommen wäre Konsumverweigerung. Aber auch das funktioniert nur, wenn wir gleichzeitig das dann übrig bleibende Geld nicht erarbeiten. Wir können ja nicht zur Arbeit gehen, Dinge produzieren und die dann selber nicht kaufen.
Kurz: Die beste Methode ist, ab sofort nur noch Teilzeit arbeiten und dafür auf käufliche Dinge verzichten, die wir sowieso nicht brauchen. Wir gewinnen dadurch anderes wertvolles, das ohnehin nicht käuflich ist.

Freihandelsabkommen China

Dass die humanitäre Tradition der Schweiz längst nur noch eine leere Worthülse ist wurde einmal mehr beim Besuch des Chinesischen Premiers verdeutlicht. So zitiert der WundO am letzten Samstag 25. Mai: Besuch der Chinesen: Kritik unerwünscht, den Berner Polizeidirektor. Dieser scheut sich nicht, die Interessen der Wirtschaft über die Menschenrechte zu stellen. So sei ein Freihandelsabkommen mit China wichtiger als die freie Meinungsäusserung, wie sie in Art. 10 der Menschenrechtskonvention geschrieben steht. Ich rufe in Erinnerung: Die Konvention zum Schutze der Menschenrechte ist in der Schweiz am 28. November 1974 in Kraft getreten und sie ist bis heute gültig. Doch werden die Menschenrechte in der Schweiz öfters mal mit Füssen getreten. So ist es offenbar legitim Menschen, die auf ein himmelschreiendes Unrecht aufmerksam machen wollen polizeilich abzuführen.

Derweil kriecht unser Bundesrat Schneider-Ammann zusammen mit dem Who ist Who der Schweizer Wirtschaft dem Chinesischen Premier in den Allerwertesten und dabei geht es wieder mal – wer hätte das gedacht – nur um das liebe Geld. Dass jegliche Verbrechen an der Menschheit und der Umwelt mit der Notwendigkeit für unsere Wirtschaft entschuldigt werden ist der Gipfel der Schande und das Freihandelsabkommen mit China setzt diesem noch die Krone auf. Ich schäme mich, dass unser Bund sich zum Sklaven der Wirtschaftseliten macht und nach deren Pfeife tanzt. China hat eine Regierung, die von Menschenrechten nicht im Ansatz etwas wissen will. Die unmenschliche Härte, die in diesem Land herrscht sucht ihresgleichen. Umweltschutz ist dort gar nicht im Wortschatz vorhanden. Wer sich ein Bild davon machen will ist eingeladen nach Bildern der Umweltverschmutzung Chinas zu googeln. Viel Vergnügen!

Unseren Bundesrat Schneider-Ammann interessiert dies nicht. Hauptsache einige Reiche in der Schweiz werden durch dieses Freihandelsabkommen noch reicher. Ob es uns „Durchschnitts-Schweizerbürgern“ nützt sei dahin gestellt. Ob es für die leidende Bevölkerung in China, für die Tibeter oder für die Natur Chinas irgendeine Besserung in Aussicht stellt: sicher nicht! Ob wir das wollen, diese Frage stelle ich Ihnen allen. Es ist eine ethische. Ich will es sicher nicht. Ich bin empört und entsetzt. Wirtschaftswachstum über alles? Nein! Wie lange wollen wir noch unseren Wohlstand auf dem Elend anderer aufbauen? Ein Kurswechsel steht an, ansonsten werden wir bald mit den anderen zusammen im Elend baden gehen. Bauen Sie mit an einer besseren Welt. Wo auch immer, wie auch immer. Jede/r kann!

Julia Wolfer, Grüne Werdenberg

(als Leserbrief im W&O vom 29. Mai 2013)

Das Ende der Arbeit

Bereits 1995 hat Jeremy Rifkin das Buch geschrieben: “ Das Ende der Arbeit „.

Heute sind wir an einem Punkt angelangt, wo Politiker und Ökonomen mit allen Mitteln und viel Geld die Wirtschaft „in Schwung“ bringen wollen, um eine Vollbeschäftigung zu erreichen. Doch die Bemühungen verpuffen mit kaum spürbarem Effekt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die grundsätzlichen Fragen werden gar nicht gestellt.

Roboter tränkt PflanzeOb wir all diese Güter benötigen oder ob diese nicht besser durch Maschinen hergestellt werden, wird nicht gefragt. Oder dass zumindest die sogenannte westliche Welt eine Konsumsättigung erreicht hat, die sich nicht mehr sinnvoll weiter steigern lässt.

Ganz offensichtlich stecken die Ökonomen und Politiker in einer tiefen Orientierungskrise. Sie haben keine Antworten und Lösungen für eine Welt mit viel weniger Arbeit. Darüber müssen wir aber dringend nachdenken. Es darf nicht sein, dass nur diejenigen mit einer Arbeitsstelle ein gutes Leben führen können und alle anderen leer ausgehen. Ebenso besteht eine grosse Gefahr, dass Konzerne die Gewinne aus der grössere Produktivität nicht an die Mitarbeiter weiterreichen, sondern hauptsächlich für ihre Aktionäre abzweigen.

Es gibt keinen Grund, die Maschinen, die oft mühselige, eintönige oder gefährliche Arbeit erledigen, zu verteufeln. Durch die Maschinen werden in kürzerer Zeit mehr Güter hergestellt. Die Herausforderung ist, diese Güter nun gerecht unter den Menschen zu verteilen, auch wenn nicht alle zum Entstehen dieser beigetragen haben. Über den Erwerbslohn ist dies konsequenterweise nicht mehr möglich, da nicht alle eine Erwerbsarbeit finden können.

Das  bedingungslose Grundeinkommen  ist eine Antwort.

Aktuelle im Spiegel zu diesem Thema:  Maschinen verdrängen Menschen .