Schulden

Die ersten 5000 Jahre

von David Graeber

SchuldenEin ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise
Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.
Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.
Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben.
Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort „amargi“, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt.
David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung.

ISBN-13: 978-3608947670 / 14. Mai 2012

Rating-Agenturen

Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart

Wer steckt eigentlich hinter den Rating-Agenturen, von denen im Zuge der Finanzkrise so oft die Rede ist? Und nach welchen Kriterien arbeiten Sie? In diesem Buch wird zum ersten Mal die Eigentümerstruktur der drei großen Agenturen offengelegt: Es handelt sich dabei um Hedge- und Investmentfonds, die aus der hohen und dauerhaften Verschuldung von Unternehmen, Staaten und Konsumenten Gewinn ziehen. Detailliert untersucht Werner Rügemer die Kriterien und Arbeitsweisen der Agenturen. Er zeigt: Ihre Macht gewinnen die Rating-Agenturen durch ihre Eigentümer, aber auch durch die staatlich und überstaatlich erteilte Wächterfunktion. Sie sind mit Fonds, Banken, Staaten, Zentralbanken, Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds Teil der gegenwärtigen Kapitalmacht.

ISBN-13: 978-3837619775  / 23. April 2012

 

Die Gemeinwohl-Ökonomie

von Christian Felber

Gemeinwohl-ÖkonomieAuf die oft gestellte Frage, ob das vorgestellte Wirtschaftsmodell nicht zu Wachstumseinbussen und somit Verlust von Lebensqualität führt antwortet Felber: „Wenn die Flüsse, Seen, Felder wieder Erholungswert bieten; wenn die Wohnungen und Häuser infolge guter Dämmung , natürlicher Materialien und intelligenter Bauweise kein Öl und Gas benötigen (und die reichen Länder keine Ressourcenkriege führen); wenn die Möbel nach Naturholz duften und Augen und bloßen Füßen schmeicheln; wenn die Lebensmittel nähren und mit Energie erfüllen; wenn alle wichtigen Tagesziele zu Fuß oder mit komfortablem öffentlichem Verkehr erreichbar sind; wenn das Arbeitsklima stressfrei, entspannt und und wertschätzend ist; wenn die Armut und das Betteln von den Straßen und öffentlichen Plätzen verschwindet; wenn alle im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben mit gleichen Chancen und Rechten integriert sind; und wenn alle wissen, dass ihr Lebensstil Menschen in anderen Ländern der Erde und zukünftigen Generationen keine Existenz- und Entwicklungschancen raubt, dann lebt es sich schlicht und ergreifend besser.“

ISBN-13: 978-3552061880 / Auflage: 5 (27. Februar 2012)

Zeit für eine andere Welt

Warum der Kapitalismus keine Zukunft hat

von Peter Sutter

Zeit für eine andere WeltAngesichts der unabsehbaren Folgen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, der immer grösser werdenden Kluft zwischen Armut und Reichtum sowie aller weiterer Zukunftsbedrohungen bis hin zur globalen Klimakatastrophe kommt Peter Sutter zum Schluss, dass der Kapitalismus keine Zukunft hat und dass es unerlässlich ist, ihn durch eine neue, von Grund auf andere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu ersetzen. Peter Sutter geht in seinem Buch schwerpunktmässig auf die wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Verhältnisse in der Schweiz ein, die Sichtweise sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich aber auf sämtliche kapitalistische Staaten sowie auf das weltweite Wirken des kapitalistischen Wirtschaftssystems übertragen. Ein Buch, das nicht nur die bestehenden Verhältnisse kritisch hinterfragt, sondern vor allem auch Mut machen will, sich auf den Weg zum Aufbau einer neuen, friedlichen, sozial gerechten und zukunftsfähigen Welt zu machen.

>>> Leseprobe

ISBN 978-3-8423-5998-7 / 14. Sept. 2011

Ressourcenverteilung

einkommen der 7 milliarden menschenDie meisten informierten Menschen sehen ein, dass unser Planet in Bezug auf Ressourcenverbrauch an seine Kapazitätsgrenze gestossen ist.

Würde man die heute verbrauchten Ressourcen auf alle Menschen gleichmässig verteilen, so würde es für etwa 15% des aktuellen Niveaus der Industrieländer ausreichen. Das liegt daran, dass 80% der Ressourcen von weniger als 20% der Menschen verbraucht werden. In Zahlen: Von 7 Milliarden Menschen leben etwas 1 Milliarde auf einem sehr hohen Niveau. Über 5 Milliarden aber auf einem sehr tiefen Niveau.

Damit nicht genug: Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Menschen auf 9 bis 10 Milliarden ansteigen. Der heutige Ressourcenverbrauch gleichmässig verteilt auf alle, würde dann nur noch für 10% des westlichen Niveaus ausreichen.

In den nächsten 40 Jahren müssen wir es schaffen, einerseits die Effizienz unseres Ressourceneinsatzes massiv zu erhöhen. Der Verbrauch in den hoch entwickelten Ländern muss sogar zurück gehen, den die Hälfte der Menschen lebt heute auf einem so tiefen Niveau, dass wir ihnen zugestehen müssen, dass sie ihren Verbrauch etwas steigern dürfen.

Erreichen lässt sich das technisch mit höheren Wirkungsgraden und sparsamerem Einsatz, sowie dem dazu notwendigen politischen Willen.
Noch wichtiger ist der breite Einsatz von erneuerbaren Quellen.

Kapitalismuskritisches Forum für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Zukunftsfragen