Archiv der Kategorie: Umwelt

Nächste Bärenrunde: Geordneter Atomausstieg bis 2029

In der Schweiz steht mit Beznau I das weltweit älteste Atomkraftwerk, das mit gravierenden Sicherheitsmängeln zu kämpfen hat. „Ein gefährliches Feld-Experiment“ so die Initianten von o.g. Volksabstimmung Ende November. Demnach sei das Risiko massiv erhöht, dass auch hierzulande ein Unglück geschieht wie in Tschernobyl oder Fukushima. Kaspar Schuler von der Allianz Atomausstieg ist Kampagnenkoordinator und berichtet diesen Freitag, den 4.11. im Rahmen der „Bärenrunde“ über dieses Thema. Bei freiem Eintritt kann man sich über weitere Details informieren sowie mitdiskutieren. Der Anlass findet wieder im Gasthaus Bären in Buchs um 19 Uhr statt.

Nächste Bärenrunde: „Grüne Wirtschaft“

Die Schweiz verbraucht zurzeit 3-mal mehr natürliche Ressourcen als auf der Erde verfügbar sind. Die Übernutzung zerstört die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Grosskinder. Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft fordert deshalb, dass die Schweiz bis 2050 nachhaltig wirtschaftet.
Über dieses Thema, über das die Schweiz am 25. September abstimmt, wird an diesem Abend informiert und diskutiert.

Freitag, 19. August 2016, 19.00 bis ca. 20.30 Uhr
Gasthaus Bären (Brotmanufaktur), Bahnhofstrasse 15, 9470 Buchs
Eintritt ist wie immer frei!

Klimaerwärmung als Tatsache – Alternativenergien als Gegensteuer

Vortrag zur Klimasituation (in der Bärenrunde Buchs).

Kürzlich hat im Rahmen des Forums für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Zukunftsfragen (Bärenrunde) im Gasthaus Bären Buchs ein öffentlicher Vortrag zum Klima stattgefunden. Der aus Gams stammende Klimatologe Dr. Bruno Dürr referierte über das Thema «Die erneuerbaren Energien als Teil unseres Klimas».

In Darstellungen und Daten ist zuerst die Entwicklung des weltweiten Klimas über Millionen von Jahren bis zur Gegenwart aufgezeigt worden. «Unter Klima versteht man alle an einem bestimmten Ort auftretenden Wetterformen. Mit seinen Temperaturunterschieden widerspiegelt das Klima so zu sagen das Heizsystem der Erde», erklärte Klimatologe Bruno Dürr. Seit Jahrhunderten wird das Klima weltweit gemessen und bewertet. Schon immer hätte es Hitzeperioden oder beispielsweise «Die kleine Eiszeit des Mittelalters» (vor 1880) gegeben. Nun aber sei seit Beginn der Industrialisierung eine rasche Erwärmung der Erde erwiesen. Dabei ist der natürliche Treibhauseffekt ein Segen, denn statt minus 18 Grad Celsius ist es im Schnitt auf der Erde angenehme 15 Grad plus warm, weiss Dürr. Aber die zusätzliche Erwärmung macht den Lebewesen zunehmend zu schaffen.

Drei mögliche Ursachen

Natürlich werden Gründe erwogen. Als erstes: mehr Einstrahlung von der Sonne, zweitens: verstärkte Aufnahme der Sonnenstrahlen an der Erdoberfläche und drittens: Ein hausgemachtes Problem durch den Menschen. Die ersten zwei Ursachen könne man dank wissenschaftlich nachgewiesenen Gründen ausschliessen. Demnach sei es Tatsache, dass die Verbrennung der fossilen Energieträger (Öl, Gas, Kohle) das Hauptproblem der Klimaerwärmung sei. «Also keine vermehrte Sonnenstrahlung, sondern der verstärkte Treibhauseffekt durch vermehrtes CO2 in der Atmosphäre erklärt die zusätzliche Wärme. 97 Prozent der Wissenschaftler weltweit vertreten diese Ansicht», bestätigte der Fachmann.

Fatale Folgen ersichtlich

Ab der Industrialisierung (1850) und vor allem in den Jahren 1987/88 machten die Temperaturen einen Sprung nach oben. Die Weltmeere zeigen seit dem Jahr 1880 einen 25 Zentimeter höheren Wasserspiegel, bis zum Jahr 2100 erwartet man eine Erhöhung von 0,5 bis 1,0 Meter. Zudem verschwindet das meiste CO2 im Meer und führt beispielsweise zum Absterben vom Great Barrier Riff. «Geologisch gesehen sind wir mitten in einem grossen Massensterben, denn die Artenvielfalt geht zurück. Wettermässig haben wir im Sommer vermehrt Starkniederschläge zu erwarten, umgekehrt ist bei uns mit rund 40 zusätzlichen Hitzetagen zu rechnen. Und nachfolgend könne man anstelle von Kriegsflüchtlingen wohl Wasserflüchtlinge erwarten, einige dicht besiedelte Küstengebiete seien bereits stark gefährdet, schilderte Klimatologe Bruno Dürr das Szenario. Können wir uns dies leisten – stand als Frage im Raum.

Lösungsansätze dieser Probleme sind ersichtlich. Die Sonne liefert jährlich 10’000 Mal mehr Energie als die gesamte Menschheit verbraucht. Und jeder einzelne kann Sonnenstrom gewinnen. Damit die Nutzung der erneuerbaren Energien weltweit noch schneller wächst, müssen alle Staaten ihre gewaltigen Subventionen für fossile Energieträger aufgeben, empfiehlt Klimatologe Bruno Dürr dringend. Denn mit gleich langen Spiessen wären die Erneuerbaren Energien in vielen Ländern schon heute konkurrenzfähig. Unter www.sonnendach.ch ist sofort ersichtlich, wie viel das eigene Dach einen positiven Beitrag für die Klima-Problematik beisteuern kann.

Nächste Bärenrunde: „Die erneuerbaren Energien als Teil unseres Klimas“

Erneuerbare Energien sind in unerschöpflichem Masse auf unserem Planeten vorhanden. Und im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle liefert die Sonne ihre Energie kostenlos. Die Nutzung der erneuerbaren Energien nimmt deshalb aus gutem Grunde weltweit rasant zu. Welche Auswirkungen hat dies auf das globale und europäische Klima? Wie hat sich das Klima in der Vergangenheit bis zum heutigen Tag entwickelt? Und welches Klima könnte uns denn realistischerweise in den kommenden Jahren erwarten? Diesen und weiteren Fragen aus dem Publikum stellt sich am Vortrags- und Diskussionsabend „Bärenrunde“ der aus Gams stammende Klimatologe Dr. Bruno Dürr. Der Anlass findet am Freitag, den 1. Juli wieder im Gasthaus Bären (Brotmanufaktur) in der Bahnhofstrasse in Buchs von 19.00 bis ca. 20.30 Uhr statt. Die Veranstaltung ist wie immer bei freiem Eintritt öffentlich.

Freitag, 1. Juli 2016, 19.00 bis ca. 20.30 Uhr
Gasthaus Bären (Brotmanufaktur), Bahnhofstrasse 15, 9470 Buchs