Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Bücher über Wirtschaft

Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation

Fabian Scheidler – Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation

Das Buch geht mit ungewohntem Auge durch die Geschichte der letzten 2500 Jahre. Die Motivation für alle geschichtlich relevanten aber auch alltäglichen Handlungen und Ereignisse lassen sich auf unser angeblich alternativloses Wirtschaftssystem, die Megamaschine, zurück führen.

Das Resultat ist deprimierend. Nicht nur Bodenschätze werden bis heute ausgeraubt, Natur vernichtet, sondern auch ganze Kulturen wurden bereits ausgerottet. Die Zerstörung hat aber leider noch kein Ende. Immerhin bleibt der Trost, dass der Megamaschine bald der Treibstoff ausgeht.

Gelingt es uns nicht, der Megamaschine die Macht zu nehmen, wird der Planet ein schreckliches Ende finden. Da wir uns der Erschöpfung des Planeten nähern, die Geschwindigkeit der Ausbeutung aber noch zunimmt, liegt der Zeitpunkt nicht mehr so fern. Unsere Enkel jedenfalls werden in einer anderen Welt leben als wir. Wie diese aussieht hängt davon ab, ob wir die Zukunft aktiv gestalten oder wir sie sich selbst überlassen.

Es bleibt die Hoffnung, dass gerade durch solche Bücher die Menschheit noch rechtzeitig zur Besinnung kommt. Der Autor zeigt am Ende des Buches zahlreiche Ansätze und Initiativen auf der Suche für die Zeit nach der Megamaschine.

Quelle: Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation: Amazon.de: Fabian Scheidler: Bücher

Freiheit, Gleichheit, Gelassenheit

von Ulrich Schachtschneider

Titel_Schachtschneider_oeko-Grundeinkommen_4cUlrich Schachtschneider plädiert für die Idee eines Ökologischen Grundeinkommens, um das gute Leben im Einklang von Mensch und Natur für alle zu ermöglichen. Über Ökosteuern finanziert, kommt es sowohl der Umwelt als auch der sozialen Sicherheit zugute – ohne dabei bestimmte Lebensstile vorzuschreiben. Doch wären nicht gerade die Ärmsten von hohen Umweltsteuern am meisten betroffen? Stellt das Ganze nicht eine Ökonomisierung der Natur dar? Und ist das nicht eine ferne Utopie? Ulrich Schachtschneider stellt das Ökologische Grundeinkommen als Reformidee für eine Postwachstumsökonomie vor und zeigt, wie ein schrittweiser Einstieg machbar ist.

ISBN-13: 978-3-86581-693-1
Erscheinungstermin: 04.09.2014

Gekaufte Zeit

Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus.

von Wolfgang Streeck

Gekaufte ZeitDie Krise hält uns in Atem und erzeugt zugleich ein diffuses Gefühl der Ratlosigkeit. Auf schier unüberschaubare Problemlagen folgen Maßnahmen, die wie Notoperationen am offenen Herzen der westlichen Welt wirken – durchgeführt ohne Kenntnis der Krankengeschichte. So ernst die Lage ist, so wenig scheinen wir zu verstehen, was genau vor sich geht. Und wie es dazu kommen konnte. Wolfgang Streeck legt in seiner Frankfurter Adorno-Vorlesung die Wurzeln der gegenwärtigen Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftskrise frei, indem er sie als Moment der langen neoliberalen Transformation des Nachkriegskapitalismus beschreibt, die bereits in den 1970er Jahren begann. Im Anschluss an die Krisentheorien der damaligen Zeit analysiert er, wie sich die Spannung zwischen Demokratie und Kapitalismus über vier Jahrzehnte entfaltet hat und welche Konflikte daraus zwischen Staaten, Regierungen, Wählern und Kapitalinteressen resultierten. Schließlich beleuchtet er den Umbau des europäischen Staatensystems vom Steuer- über den Schulden- zum Konsolidierungsstaat und fragt nach den Aussichten für eine Wiederherstellung sozialer und wirtschaftlicher Stabilität. »Gekaufte Zeit« ist Aufklärung par excellence, denn es zeigt, dass der gegenwärtigen Situation etwas zugrunde liegt, das uns tief beunruhigen sollte: die Transformation des Verhältnisses von Demokratie und Kapitalismus.

ISBN-13: 978-3518585924 / 11. März 2013

Monetäre Modernisierung

Zur Zukunft der Geldordnung: Vollgeld und Monetative

von Joseph Huber

Monetäre ModernisierungIm letzten Vierteljahrhundert haben sich mehr Finanzkrisen ereignet als je zuvor in einem solchen Zeitraum. Die Wurzel des Problems liegt im Geldsystem. Schon seine Bezeichnung als ‚fraktionales Reservesystem‘ mit ‚multipler Geldschöpfung‘ weist darauf hin, dass die Geldordnung undurchsichtig und kaum kontrollierbar ist.
Das verselbständigte Giralgeldregime der Banken erzeugt überschießende Geldmengen per Kredit und fördert damit Spekulationsblasen, Krisenentstehung und allgemeine Überschuldung, letztlich vor allem die Überschuldung der Staatshaushalte auf Kosten der Allgemeinheit.
In diesem Buch werden die Funktionsweise und die Fehlfunktionen des heutigen Geldsystems dargelegt. Im Anschluss werden verschiedene Reformansätze behandelt, insbesondere der Vollgeld-Ansatz. Dieser beruht auf der Trennung von Geldschöpfung und Kreditvergabe. An die Stelle des Giralgeldes der Banken tritt das vollwertige gesetzliche Zahlungsmittel, das ausschließlich von der unabhängigen Zentralbank in Umlauf gebracht wird. Die spezialisierten Banken sollen den Zahlungsverkehr abwickeln und Aktivitäten in den Bereichen des Kunden-, Immobilien- und Anlagegeschäfts finanzieren, jedoch ohne dabei selbst Zahlungsmittel zu erzeugen. Daraus folgende Vorteile sind sicheres Geld, stabilere Preise und Kurse (keine Assetpreis-Inflation), verstetigte Konjunktur- und Börsenzyklen, ungeschmälerter Geldschöpfungsgewinn zugunsten der öffentlichen Hand sowie übergangshalber die buchstäblich einmalige Gelegenheit, die Staatsschuld weitgehend abzubauen.
Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung.

ISBN-13: 978-3895189524 / 3. überarbeitete Auflage / 19. Nov. 2012

Schulden

Die ersten 5000 Jahre

von David Graeber

SchuldenEin ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise
Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.
Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.
Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben.
Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort „amargi“, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt.
David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung.

ISBN-13: 978-3608947670 / 14. Mai 2012