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Klimaerwärmung als Tatsache – Alternativenergien als Gegensteuer

Vortrag zur Klimasituation (in der Bärenrunde Buchs).

Kürzlich hat im Rahmen des Forums für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Zukunftsfragen (Bärenrunde) im Gasthaus Bären Buchs ein öffentlicher Vortrag zum Klima stattgefunden. Der aus Gams stammende Klimatologe Dr. Bruno Dürr referierte über das Thema «Die erneuerbaren Energien als Teil unseres Klimas».

In Darstellungen und Daten ist zuerst die Entwicklung des weltweiten Klimas über Millionen von Jahren bis zur Gegenwart aufgezeigt worden. «Unter Klima versteht man alle an einem bestimmten Ort auftretenden Wetterformen. Mit seinen Temperaturunterschieden widerspiegelt das Klima so zu sagen das Heizsystem der Erde», erklärte Klimatologe Bruno Dürr. Seit Jahrhunderten wird das Klima weltweit gemessen und bewertet. Schon immer hätte es Hitzeperioden oder beispielsweise «Die kleine Eiszeit des Mittelalters» (vor 1880) gegeben. Nun aber sei seit Beginn der Industrialisierung eine rasche Erwärmung der Erde erwiesen. Dabei ist der natürliche Treibhauseffekt ein Segen, denn statt minus 18 Grad Celsius ist es im Schnitt auf der Erde angenehme 15 Grad plus warm, weiss Dürr. Aber die zusätzliche Erwärmung macht den Lebewesen zunehmend zu schaffen.

Drei mögliche Ursachen

Natürlich werden Gründe erwogen. Als erstes: mehr Einstrahlung von der Sonne, zweitens: verstärkte Aufnahme der Sonnenstrahlen an der Erdoberfläche und drittens: Ein hausgemachtes Problem durch den Menschen. Die ersten zwei Ursachen könne man dank wissenschaftlich nachgewiesenen Gründen ausschliessen. Demnach sei es Tatsache, dass die Verbrennung der fossilen Energieträger (Öl, Gas, Kohle) das Hauptproblem der Klimaerwärmung sei. «Also keine vermehrte Sonnenstrahlung, sondern der verstärkte Treibhauseffekt durch vermehrtes CO2 in der Atmosphäre erklärt die zusätzliche Wärme. 97 Prozent der Wissenschaftler weltweit vertreten diese Ansicht», bestätigte der Fachmann.

Fatale Folgen ersichtlich

Ab der Industrialisierung (1850) und vor allem in den Jahren 1987/88 machten die Temperaturen einen Sprung nach oben. Die Weltmeere zeigen seit dem Jahr 1880 einen 25 Zentimeter höheren Wasserspiegel, bis zum Jahr 2100 erwartet man eine Erhöhung von 0,5 bis 1,0 Meter. Zudem verschwindet das meiste CO2 im Meer und führt beispielsweise zum Absterben vom Great Barrier Riff. «Geologisch gesehen sind wir mitten in einem grossen Massensterben, denn die Artenvielfalt geht zurück. Wettermässig haben wir im Sommer vermehrt Starkniederschläge zu erwarten, umgekehrt ist bei uns mit rund 40 zusätzlichen Hitzetagen zu rechnen. Und nachfolgend könne man anstelle von Kriegsflüchtlingen wohl Wasserflüchtlinge erwarten, einige dicht besiedelte Küstengebiete seien bereits stark gefährdet, schilderte Klimatologe Bruno Dürr das Szenario. Können wir uns dies leisten – stand als Frage im Raum.

Lösungsansätze dieser Probleme sind ersichtlich. Die Sonne liefert jährlich 10’000 Mal mehr Energie als die gesamte Menschheit verbraucht. Und jeder einzelne kann Sonnenstrom gewinnen. Damit die Nutzung der erneuerbaren Energien weltweit noch schneller wächst, müssen alle Staaten ihre gewaltigen Subventionen für fossile Energieträger aufgeben, empfiehlt Klimatologe Bruno Dürr dringend. Denn mit gleich langen Spiessen wären die Erneuerbaren Energien in vielen Ländern schon heute konkurrenzfähig. Unter www.sonnendach.ch ist sofort ersichtlich, wie viel das eigene Dach einen positiven Beitrag für die Klima-Problematik beisteuern kann.

Rhy-Fäscht 2016: 21. Mai am Rheindamm in Balzers

Am 21. Mai von 10-18 Uhr findet in Balzers beim Klettergarten am Ellhorn das diesjährige Rhy-Fäscht statt. Die organisierenden Vereinigungen wollen mit diesem Volksfest auf die Schönheit des Alpenrheins hinweisen und die Notwendigkeit seiner ökologischen Aufwertung aufzeigen.

Dafür feiern wir ein Fest für Jung und Alt, mit vielen Attraktionen für Familien wie z.B. Ponyreiten für Kinder, Kinderklettern, Rheinholzen, Tandemfahrten im Zweierkayak und und und.

Im Festzelt gibt es zu Essen und zu Trinken sowie Musik von der Partyband Schilter, natürlich dürfen auch Informationsstände und Führungen zu verschiedenen Themen nicht fehlen.

Um 13.30 gibt es kurze Ansprachen: Der Balzner Vorsteher Hansjörg Büchel überbringt die Grüsse der Gemeinde Balzers, die Landtagsabgeordnete Karin Rüdisser-Quaderer präsentiert ihre Vision eines lebendigen Alpenrheins und der Schweizer Flussbaupionier Christian Göldi zeigt auf, dass ein natürlicherer Alpenrhein nicht utopisch sondern notwendig ist.

Es würde mich freuen, wenn Ihr am 21. Mai alle dabei wärt!

Ein Spaziergang am Rheindamm ist immer schön, die Anfahrt ist aber auch für Autofahrer signalisiert und es gibt Parkierungsmöglichkeiten in der Nähe des Festgeländes.

Das Programm findet Ihr auf www.rhy-faescht.org, und natürlich wäre ich Euch sehr dankbar, wenn Ihr auf https://www.facebook.com/rhy.faescht/ das kleine Vorschau-Filmchen liken, teilen etc. könntet.

Mit freundlichen Grüssen und bis bald am Rhein,
Andi Götz, Werkstatt Faire Zukunft