25 Gedanken zu „«Wir müssen Eigentum neu denken»“

  1. Mich wundert, dass Frau Wagenknecht mit ihrer EU- und eurokritischen Haltung bei den Linken alleine ist. Ist der Rest halt doch eine SED-Nachfolgepartei mit einem sozialen Mäntelchen? Die EU schafft ja, was mit einer Stasi nie möglich war.

    Ebenso wundert mich, wieso sich SP und Grüne noch immer für einen EU-Beitritt der Schweiz aussprechen. Dieser neoliberalen Position werden die eigenen Grundsätze geopfert und eigene nachhaltige Projekte wie die Grüne Wirtschaft, Fair Food oder Energieautarke Region Rheintal sabotiert. So sind sie die Steigbügelhalter der Bürgerlichen, welche sich sogar noch als EU-Gegner geben können. Ausnahme: konsequenterweise Grüne Rheintal.
    https://rheintaler.ch/artikel/gruene-finden-eu-asozialer-denn-je/10458
    http://earr.ch/Home.html

    Am meisten überrascht mich jedoch, dass man in diesen Parteien nicht mal auf interne Kritik reagiert. Statt einer Optimierung findet mit arroganter Ignoranz eine sektiererische Gleichmachung und Ausgrenzung statt.
    http://suvivalstgallen.pbworks.com/w/page/88317476/PolitischesLobbing

    Deshalb wäre es aus meiner Sicht an der Zeit, wie in unserer Erklärung der Bärenrunde beschrieben, eine politische Gruppierung aufzubauen, eine Arbeitsgruppe Bärenpolitik. Das nationale Gerüst würde in Form der Alternativen Linken Schweiz bereits existieren, wo die Standpunkte mit denjenigen der Bärenrunde identisch sind. Vor allem aber machen sie nicht dieselben Fehler wie Grüne und SP und positionieren sich gut sichtbar als EU-kritisch. Das nennt sich Volksnähe. Und das ist der Schlüssel hin zu einer Veränderung. Die Bärenrunde ist ein Best Practice-Beispiel dafür.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_Linke

  2. Obige Petition habe ich vergangene Woche mit folgenden Worten erfolgreich per facebook-Nachricht an den Verwaltungsratspräsidenten der Credit Suisse, Herrn Rohner, gesandt

    „Sehr geehrter Herr Rohner
    Als Occupist nicht ganz der ersten Stunde und Finanzlaie muss ich aufgrund meiner zur Verfügung stehenden Informationen schlussfolgern: Die CS hat die Möglichkeit, wenn nicht gar die Hauptmacht zur Unterbindung der Terrorfinanzierung. Mein persönliches Occupy-Ziel ist ein nachhaltiger Finanzplatz Schweiz. Ich bin überzeugt: Mit nur 10% Finanzeinsatz der CS in Nachhaltigkeit allein müssten die restlichen Banken über kurz oder lang in Nachhaltigkeit investieren, wollen sie überleben. Die CS alleine ist am längsten Hebel. Mittelfristig würde es das Vollgeld regeln. Deshalb habe ich eine Petition gestartet mit der Bitte, nicht solange zuzuwarten, bis 1 Mio. Personen unterschrieben haben: https://secure.avaaz.org/de/petition/petition_57854e913fd1a/
    Vielen Dank im Voraus für die Berücksichtigung des Sicherheitsbedürfnisses der Schweizer Bevölkerung und auch global. Und viel Glück und nachhaltigen Erfolg selbstverständlich. Wir sind die 99%.“

  3. Die Schweizer Politik hat kürzlich einen wichtigen Schritt getan gegen Perspektivelosigkeit und Fatalismus. Die SP Schweiz verabschiedet sich vom Ziel eines EU-Beitritts und gewichtet soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Demokratie prioritär. Gleich, wie sich die Grünen Schweiz seit Kurzem rückwirkend per 2006 auf ihrer Homepage zu erkennen geben. Für diese öffentliche Positionierung auf linker Seite, auf ein Zugehen der Politik auf die Bevölkerung, habe ich seit Jahren gekämpft. Die Rechts-Links-Polarisierung ist nun beendet. Nun herrscht politisches Survival of the fittest. Oder sozial ausgedrückt: Echte Demokratie ist jetzt. Zumindest in der Schweiz. Dies darf ich aus meiner Erfahrung im Sozialen und mit der Politik schlussfolgern.

    Medienber​icht: http://www.srf.ch/news/schweiz/sozialdemokraten-wollen-beziehungen-zur-eu-intensivieren

    Zur Roadmap 2016 der SP Schweiz: http://suvivalstgallen.pbworks.com/w/file/fetch/113611639/Raodmap%20SP%20Schweiz.pdf

    Dass die Schweizer Bevölkerung, speziell die auf dem Land, nicht derart dumm ist, wie es die PolarisiererInnen immer glauben lassen wollten, zeigt der Blog Energieautarke Rheintaler. Die Meinungen von Rheintaler Personen aus den verschiedensten Bevölkerungsgruppen belegen, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit noch immer verwurzelt ist und darauf wartet, von der Politik wirklich ernst genommen zu werden. Wozu jetzt ja wie oben beschrieben Hoffnung besteht.
    http://treeeeeee.blogspot.ch/

  4. Wir müssen uns tatsächlich vor dem Kapitalismus retten. Das AKW Leibstadt hatte vor gut einer Woche den Betrieb wiederaufgenommen trotz internationaler Proteste aufgrund laut Experten ungeklärter Ursache der Oxidation der Brennstäbe. Wir müssen unsere eigenen Möglichkeiten nutzen, der Korruption Einhalt zu gebieten. Vor Gericht müssten die AKW-Betreiber erst glaubhaft machen können, dass der Betrieb sicher ist, wenn auch unabhängige Expertenmeinungen einbezogen werden.
    So schrieb ich letzthin ein E-Mail an die Leibstadter Behörden, die Wiederaufnahme des Betriebs zu verhindern. Leider ohne Erfolg.

    Sehr geehrte Damen und Herren der Gemeinde Leibstadt

    Mit welchem Recht erlauben sich die Betreiber des KKW Leibstadt, trotz klarer Bedenken von Nuklearexperten den Betrieb wieder aufzunehmen? Ist das korrupte ENSI bzw. sind die AKW-Betreiber jetzt sogar in der Verantwortung des Bevölkerungsschutzes? Als politische Gemeinde haben immer noch Sie die Verantwortung, was auf Ihrem Boden passiert. Ich würde schleunigst eine Kompanie Politzisten aufs AKW-Gelände beordern, um die Wiederaufnahme des Betriebs zu verhindern, bis die genauen Ursachen der Oxidationen bekannt sind und ein Weiterbetrieb wirklich als sicher eingestuft werden kann.
    Wir haben anno 1970 im Rheintal ein AKW mitverhindert bzw. meine Vorfahren. Was soll ich von untertänigen Basler Behörden halten, die mit ihrer Untätigkeit nicht nur gegen den lokalen, sondern auch gegen den nationalen Zusammenhalt agieren? Meine persönliche Konsequenz ist die: wirtschaftliche Sanktionen. Ich hoffe, dass Ihnen noch viele Menschen klar machen, in welcher Verantwortung Sie stehen.

    Freundliche Grüsse

    Stefan Kirchgraber
    Eichberg SG

  5. Nochmaliges Reagieren bei den Leibstadter Behörden heute:

    Sehr geehrte Damen und Herren der Gemeinde Leibstadt

    Leider wurde der Betrieb des AKW Leibstadt trotz internationaler Proteste und Bedenken von Experten wiederaufgenommen. Das vor zehn Tagen an Sie gesandte Mail habe ich auf der Homepage der Buchser Bärenrunde, welche sich mit Alternativen zum Kapitalismus beschäftigt, veröffentlicht. https://baerenrunde.ch/wp/2016/05/wir-muessen-eigentum-neu-denken/#comment-11623
    Als steuerabhängige politische Gemeinde geraten Sie mit ihrem Gewährenlassen in den Verdacht der Vetternwirtschaft bzw. Korruption. Mit einem polizeilichen Verhindern des AKW-Betriebs würden Sie einen Gerichtsentscheid erzwingen, welcher unabhängige Expertenmeinungen einfliessen lassen müsste. Ethisch betrachtet steht die Sicherheit der Bevölkerung nämlich höher als kurzfristiter Profit.
    Dies ist jedoch generell das Problem des Kaptitalismus, dass diese Werte umgekehrt gewichtet werden. Früher hiess diese Verhaltenslogik Endlösung. Wir nehmen die vergangenen Fakten als ethische Vergleichsgrundlage unserer heutigen Handlungen. Wir sind die 99%.

    Freundliche Grüsse

    Stefan Kirchgraber
    Eichberg SG

  6. Soeben habe ich auch die Grünen Parteien in der Schweiz, Österreich und Deutschland mit ihren Regionalvetretungen über meine Vernetzungstätigkeit mit der Gemeinde Leibstadt informiert und sie letztmals zum Handeln aufgefordert.

    „Liebe Grüne

    Als ehemaliger Präsident der Grünen Rheintal (CH) und Mitglieder der kapitalismuskritischen Bärenrunde in Buchs (CH), tätig in der Arbeitsgruppe Vernetzung, möchte ich euch/Ihnen den aktuellen Stand unserer Tätigkeit bezüglich der umstrittenen Wiederaufnahme des Betriebs des AKW Leibstadt (CH) nicht vorenthalten. Per E-Mail ist die politische Gemeinde Leibstadt auf ihre Zuständigkeit des Bevölkerungsschutzes hingewiesen und auf die Möglichkeit des polizeilich angeordneten Herunterfahrens des AKWs mit Ziel Anstrebung eines Gerichtsentscheids hingewiesen worden.
    https://baerenrunde.ch/wp/2016/05/wir-muessen-eigentum-neu-denken/#comment-11624

    Als Enkel eines Oberrheintaler Aktivisten anno 1970, als zusammen mit Österreich und des Kantons St.Gallen der Bau eines Rheintaler AKWs in Rüthi (SG) erfolgreich verhindert wurde, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man heute genauso hartnäckig und direkt lobbyieren muss wie früher, um zum Erfolg zu kommen. Da sind die Grünen der Schweiz keine Ausnahme. Immerhin haben sie es nun nach 8 Jahren Konfrontation meinerseits geschafft, effektiv zu optimieren und gewichten (nach vom Parlament entschiedenem Rückzug des Beitrittsantrags bei der EU) einen EU-Beitritt endlich und gar rückwirkend auf 2006 tiefer als das, wofür ich die Grünen immer gewählt hatte. DANKE! SO IST DER ÖKOLOGISCHE DRUCK EFFEKTIV BEI ANDEREN PARTEIEN ANGEKOMMEN!

    Ich meine, die verlorene Abstimmungen zur Atomausstiegsinitiative der Grünen Wirtschaft und die seit 1991 geringen Wahlerfolge sprechen eine sehr deutliche Sprache über das wahre Interesse der Grünen der Schweiz an Nachhaltigkeit. Noch immer herrschen in dieser Partei Machtgehabe, Neid und Ausgrenzung vor. Muss man annehmen. Stadt gegenüber Land z.B. Leider. So wird man erstens nicht gewählt und vor allem kommen die ‚eigenen‘ Anliegen nicht zum Durchbruch. Vor allem aber foutieren sich andere Parteien und deren Wirtschaftszweige um Expertenmeinungen, wenn es um kurzfristigen wirtschaftlichen Profit geht. Wie eben wieder geschehen in Leibstadt. Grünes Problem hausgemacht. Ohne, dass man etwas verändert hätte. Masochimsum kann man nicht deutlicher zelebrieren.

    Erstmals seit 1991 kann die Empörung der Schweizer Grünen in der Bevölkerung glaubhaft wirken. Vor dem Hintergrund der Kriegserfahrungen in unseren Nachbarländern und den wiederum zu Krieg führenden momentanen Finanzexzessen von EU usw. grenzte die vorangegangene Ignoranz an reinen Hohn, für die Anpassung war es höchste Zeit. Glücklicherweise macht der ökologische Druck auch vor den Grünen nicht Halt. Vielleicht wird die EU ja nur noch für die Grünen am Leben erhalten, um ihnen nicht ihre positiven Gefühle für die ’schöne‘ Idee ‚Alle alles zusammen‘ zu nehmen? Schlager pur!

    Zusammenhalt jedenfalls ist etwas Reales, Gelebtes, vielleicht nur auf dem Land Gekanntes, das durch die EU und Grosskonzerne mit ihren einschüchternden Kraftwerken direkt in Gefahr gebracht wird. Deshalb habe ich mich gewehrt und konfrontiere nochmals:
    GRÜNE, MACHT ENDLICH MAL EURE ARBEIT! SEID ENDLICH MAL EHRLICH UND INTEGRIERT DIE EU-KRITISCHE LANDBEVÖLKERUNG! SONST WERDET IHR ALS ÖKOTERRORISTEN IM GEDÄCHTNIS DER LEUTE UNTERGEHEN!

    Auch wenn der Zusammenhalt trotzdem gerettet würde. Weil die Natur uns keine andere Wahl lässt. Gottseidank!

    Freundschaftliche Grüsse

    Stefan Kirchgraber
    Eichberg SG“

  7. Zum Thema Regionalwährung bin ich heute auf die Biene Bank im Rheintal zugegangen:

    Sehr geehrte Damen und Herren von der Biene Bank

    Als ehemaliger Präsident der Grünen Rheintal und Mitinitiator der Vision eines energieautonomen Rheintals bin ich nach wie vor an nachhaltigen Lösungen für unsere Region interessiert. Ich sehe, dass die Biene Bank lokale KMU unterstützt.

    In der kapitalismuskritischen ‚Bärenrunde von Buchs‘ (https://baerenrunde.ch/wp/) arbeitete ich in der Arbeitsgruppe Regionalwährung mit. Da wir nicht über den Stand des Informierens hinaus kamen, legten wir das Thema auf Eis.

    Da jedoch aus etlichen Beispielen (z.B. Chiemgauer) unbestritten ist, dass eine Regionalwährung die Wertschöpfung regionaler Unternehmen und das Bewusstsein des regionalen Zusammenhalts steigert, dachte ich an die Biene Bank.

    Wäre es denkbar, dass sich die Biene Bank für eine regionale Währung (z.B. den ‚Rhein-Taler‘) interessiert oder gar federführend bei einer allfälligen Einführung sein möchte? Gerne biete ich mich als Kontaktperson seitens der Bärenrunde, mit ihren Netzwerken, an.

    Freundliche Grüsse

    Stefan Kirchgraber

  8. Occupy 2. Runde steht möglicherweise kurz bevor. Am besten wiederum global. Fokus: Schweizer Finanzplatz und Politik. Vom Paulus zum Saulus.

  9. Mein Einsatz für die Vollgeld-Initiative ist mein letztes öffentliches Engagement in einer politischen Sachfrage. Ich lasse mich doch nicht für irgendwelche Spielchen unserer Politiker missbrauchen. So ignorant wie unsere Parteien auf ein dringliches Problem wie unser korruptes Finanzsystem reagieren – da braucht es anscheinend andere, die denen auf die Finger klopfen. Am besten wäre das Unmögliche möglich zu machen und die Vollgeld-Initiative würde angenommen. Denn wenn das Geld an den Zügeln ist, ist egal, wer regiert.

  10. Konsequenz eines allfälligen Nein am 10. Juni zur Vollgeld-Initiative

    Heutiges E-Mail an Thomas Schwager und Meinrad Gschwend (Grüne Kanton St.Gallen), CC Gert Bruderer, St.Galler Tagblatt

    Lieber Thomas, lieber Meinrad

    Anhand der aktuellen politischen Faktenlage betreffs Vollgeld, wo die nationalen Parteiexponenten von diversen Parteien entgegen ihrer Basis gegen die aus meiner Sicht absolut notwendigen und dringlichen Vollgeldinitiative sind und in einer derart weichenstellenden Entscheidung sich völlig vom Volk abgespaltet zeigen und entsprechend Einfluss nehmen, betrachte ich das politische Experiment Schweiz als gescheitert. Dementsprechend sehe ich keinen Sinn, mich auf eine Nationalratsliste setzen zu lassen.

    Die Zukunft unseres Kantons sehe ich dank der einst rechtzeitig abgestossenen Hyposwiss eher unabhängig von Laissez-faire-Kantonen wie Zürich, Bern oder Basel Stadt, welche unseren Kanton bei einer neuerlichen Finanzkrise wegen ihrer überschuldeten Kantonalbanken mit in den Abgrund einer allfälligen Schulden-Union ziehen würden.
    Politisch könnte ein Alleingang bzw. eine neue Kantonsverbindung oder eine unabhängige Euregio Bodensee, basierend je auf einem Vollgeld in Betracht gezogen werden. Dabei hättet ihr meine vollste ideelle Unterstützung.

    Auch sonst habe ich vor, mich nach der Vollgeld-Abstimmung nicht mehr öffentlich zu politischen Themen zu äussern. Ich denke, die Grünen Kanton St.Gallen sind auf einem konsequenten Weg und nicht (mehr) auf mich angewiesen. Auf das gemeinsam sowie unabhängig voneinander Erreichte bin ich dankbar und stolz.

    Herzliche Grüsse

    Stefan Kirchgraber

  11. MEINE GESCHICHTE ZUM VOLLGELD

    Ich habe die Berufe Primarlehrer und Sozialarbeiter gelernt. Im ersten Beruf steht das Lernen (dürfen) im Vordergrund, im zweiten neben der konkreten Direkthilfe die Hilfe zur Selbsthilfe oder die Ermächtigung zum Verändern unbefriedigender Verhältnisse.

    Während meiner Tätigkeit als Sozialarbeiter in einer schweizweit bekannten Behindertenorganisation wurde mir ein erstes Mal bewusst, was es heisst, wenn Machtinteressen vor der Sache stehen. Qualität wird nicht nur nicht wirklich gewollt, sondern absichtlich abgebaut. Sei es aus Neid oder einfach aus gewohnter Destruktivität. Mangels Qualität dann werden Gelder für deren Verbesserung gesprochen. Mit dieser rücksichtslosen Negativselektion werden nicht nur Berufskarrieren Einzelner beeinflusst, sondern auch die Kosten enorm in die Höhe getrieben.

    Dieses Phänomen findet sich in der Politik wieder. Unsere Gesellschaft ist seit Jahrzehnten so konditioniert: Pass dich dem asozialen Verhalten der Mächtigen an, sonst landest du bei der IV, auf der Sozialhilfe oder gar auf der Strasse. Einschüchterung konkret. Dagegen habe ich begonnen mich aufzulehnen, entgegenzuhalten. Nach 10 Jahren hartnäckigem Wiederaufstehen und Durchhalten kann ich für mich persönlich behaupten, mit Erfolg.

    Mit dem Vollgeld kam ich bereits ca. 2009 in Kontakt. Am Sozial- und Umweltforum Ostschweiz (SUFO) wurde mir an einem Workshop das Wesen und der Gedanke dahinter plausibel erklärt. Wie das Bedingungslose Grundeinkommen würde es die Menschen unabhängiger, souveräner und freier in ihrer Lebensgestaltung machen. Vom einfachen Arbeiter oder gar Arbeitslosen bis hin zum Politiker.

    Oktober 2011, das globale Event genannt Occupy. Die Menschen versammelten sich zu Hunderttausenden in allen Städten der Welt, weil sie nicht einverstanden waren mit dem, was Banken und Politik mittels Verschuldungswirtschaft und Finanzspekulation anrichten. Sie wollten Alternativen zur Zerstörung einzelner Menschen und unseres Planeten entwickeln.
    Von dieser Bewegung fühlte ich mich persönlich angesprochen; entsprechend brachte ich mich erst in Zürich, dann in St.Gallen und letztlich auch in meiner Heimat, dem Rheintal, in diesen Aufbau ein.
    Bereits Anfang 2012 verteilten wir Flyer mit dem Titel ‚Occupy Money‘, welche die Geldschöpfung aus dem Nichts erklärten und das Vollgeld als Alternative propagierten. Als Occupist formulierte ich mein persönliches Ziel: einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz.

    Mir war rasch klar, dass die politischen Parteien für die Sache gewonnen werden mussten, deshalb trat ich mit diesem Fokus den Grünen bei und begann mich in der Lokalpartei zu engagieren. Im Rheintal entwickelten wir die Vision ‚Energieautarke Region Rheintal‘, womit wir einen Aufhänger hatten, um nahe an die Bevölkerung ranzukommen und die kantonale und nationale Politik zu konfrontieren. Bereits 2014 informierte ich als Regionalpräsident die Kantonalpartei über die positiven Auswirkungen eines Vollgeldsystems und legte den Mitgliedern ans Herz, sich damit zu beschäftigen.

    Ich merkte, dass wir in der EU-Beitrittsfrage zu widersprüchlich kommunizierten und deshalb so wenig gewählt wurden, mit den bekannten Konsequenzen. Das musste sich ändern.
    Sieben Jahre lang war ich in der Partei auf taube Ohren gestossen, als ich wiederholt forderte, sich aus ökologischen und sozialen Gründen EU-kritisch zu positionieren. Die Macht-Karte wurde konsequent gespielt.
    So nutzte ich meine Macht als Regionalpräsident, zwecks unserer Sache der Energieautarkie-Vision einen Schritt vorwärts zu machen und unsere EU-kritische Haltung den Lokalmedien zukommen zu lassen. (https://rheintaler.ch/artikel/gruene-finden-eu-asozialer-denn-je/10458)

    Auf’s Schärfste wurde ich anschliessend von einzelnen kantonalen Parteikollegen angegriffen, obwohl ich nichts als konsequente grüne Politik betrieb. Ich kam mir vor wie in einer Sekte. Betrübt musste ich konstatieren: Die machen Politik nur aus Masche. Alles Steigbügelhalter der bürgerlichen Parteien. Unehrlich, neidisch, irgendwie korrupt. Die haben alle irgendein Problem mit sich selber.
    Ich trat zurück, weil ich mich ohnehin aufs Berufliche konzentrieren musste. Meinen Job als Politiker habe ich getan.
    Wenige Monate später die erfreuliche Nachricht: Die Grünen Schweiz distanzieren sich in ähnlicher Form wie die SP von einem EU-Beitritt und gewichten nachhaltige Kriterien weitaus höher. Erfreulich dann auch die sehr klare Ja-Mehrheit kürzlich bei der Parolenfassung der Kantonalpartei zur Vollgeld-Initiative.

    Weniger erfreulich dann die sehr dümmlich wirkende Kommunikation der Grünen Schweiz, dass es grüne Argumente gegen das Vollgeld gebe und deshalb die Stimmfreigabe beschlossen wurde. Da wurde von einzelnen Parteiexponenten der Kopf ganz tief in den Sand gesteckt.
    Diese desinformative und ignorante grüne Position sagt mir aus der Erfahrung nur schon mit dieser Partei, dass die politische Schweiz im Sinne einer freiheitserhaltenden Eidgenossenschaft mit dem Nein zur Vollgeldinitiative Geschichte geworden ist. Man hat sozusagen beschlossen, den eigenen Hitler im Land zu belassen. Dumm stellen kann man sich ja.
    Eine Zäsur in der Schweizer Geschichte, da erstmals rational und mit Beweisen begründbar. Wie 1933 die demokratische Wahl der Hitlerpartei mit all ihren Konsequenzen. Damals bereits zog man absichtlich einem Vollgeldsystem den Weltkrieg vor. Mit Propaganda die Bevölkerung desinformiert und aufgewiegelt und dann an ihr abgelassen. Man kann darin ja Vieles sehen, aber stolz darauf kann niemand sein.
    Auf die nationale Politik sowohl der Grünen wie auch sonst ist definitiv kein Verlass. Konsequenz der Negativselektion.

    Die Vollgeld-Idee wird nicht sterben; nicht mal das Nazireich hatte das geschafft. Sobald die nächste Finanzkrise kommt, stellt sich das Problem erneut. Wie geht die Schweiz dann mit gewissen überschuldeten Kantonen um? Lässt sich die Bevölkerung zu einer Schulden-Union und gar in die EU gängeln? Oder entstehen zuvor bereits vollgeldbasierte neue Staaten, evtl. als Kantonsverbindungen oder interregionale Zusammenschlüsse wie hoffentlich bald eine ‚Euregio Bodensee‘?
    Bereits das rechtzeitige Abstossen der ‚Hyposwiss‘ durch die St.Galler Kantonalbank zeigt auf: Wer gut genug und rechtzeitig dran ist, hat mehr Möglichkeiten, frei zu entscheiden. In diesem Sinne bin ich mit der Kantonalpartei der Grünen verblieben. (http://baerenrunde.ch/wp/2016/05/wir-muessen-eigentum-neu-denken/#comment-13252)

    Mittlerweile habe ich den Wiedereinstieg in meinen Erstberuf als Primarlehrer erfolgreich geschafft, kann Teilzeit arbeiten und habe einen grossen Freiraum bezüglich meiner Alltagsgestaltung. Mein Lohn kommt monatlich auf das Konto einer alternativen Bank, sozusagen als Vollgeld. Für mich persönlich habe ich alles, was ich mir wünschen kann. Jetzt kann ich die Ernte meines Engagements einfahren, mich aus dem Politischen zurückziehen. Alles Andere wäre auch nichts als kontraproduktiv, so wie ich mich öffentlich exponiert hatte. Zeit zum Geniessen also. Oder sozialarbeiterisch ausgedrückt: Ich habe mich erfolgreich entbehrlich gemacht.

    Lernen kann man aus dieser Geschichte, dass sich basisdemokratische Vernetzung und Engagement sehr wohl lohnt, in allen Belangen. Bewährt hat sich dabei konkret auch das zu Unrecht verteufelte Konsensverfahren, wenn man alle mit dabei haben möchte und in der Komplexität Prioritäten setzen muss.
    Man kann als Einzelner sehr weit gehen im Konfrontieren, wenn man nicht persönlich wird und weiss, wann genug ist. Auch öffentlich. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen; man ist aufeinander angewiesen. Wie im Musikverein zählt der Vereinszweck, das ‚Musizieren‘, es gemeinsam schön zu haben. Darauf kann man sich verlassen. Diese Grosszügigkeit, aber auch der Respekt ist in der menschlichen Natur angelegt. Und wenn Unkraut nicht vergeht, will man’s auch. Das ist Schwarmintelligenz, wie sie die Natur kennt.

    Vielen Dank für euer Engagement und herzliche Grüsse

    Stefan Kirchgraber
    Eichberg SG

  12. Letzte Konfrontation heute gegenüber der Grünen Schweiz

    Parteiaustritt per sofort

    Grund: Ignorante Haltung beim Hearing zur Vollgeldinitiative und irreführende Medienmitteilung, es gebe grüne Argumente gegen ein Vollgeldsystem. Das waren alles nicht haltbare und nachgeplapperte Kommunikations-Instrumente der Bankenindustrie. So kann jede Partei nun sagen, sie handle ebenfalls aus grüner Position heraus, egal was sie tut. Immerwährendes Greenwashing jeder Handlung im Voraus durch die Grünen also. Ins Fäustchen lachend kassieren die ihre Bankenspenden ebenfalls, wie die Grünen Schweiz. Die Grünen Schweiz sind für mich nachweislich korrupt.

    Ihr wärt für mich wieder glaubhaft, wenn ihr euch aktiv für eine erneute Initiative mit gleichlaufendem Inhalt zum Vollgeld einsetzen würdet. Egal, wie peinlich das in den Medien beurteilt werden könnte. Dann hättet ihr euer Gesicht wieder.

    Freundliche Grüsse
    Stefan Kirchgraber

  13. Kulturhistorische Verortung auf dem Land bezüglich der Anliegen der Bärenrunde:

    „Denn die Natur zieht achtlos an denjenigen vorüber, die sie verkennen.

    Vertrautheit und Zusammenhalt gegen Lügnerei, Einschüchterung und Inquisition. Ein uralter Brauch, heute der Fasnachtsbrauch im Alpenraum, doch verglichen mit anderen derartigen Bräuchen weit darüber hinaus.

    Noch heute wird der Fasnachtsbrauch von religiöser Seite her sozusagen als ‚vom Teufel‘ bekämpft, weil er schonungslos aufzeigt, dass Menschsein von Natur aus gut ist und keinerlei Bekehrung benötigt.
    Fasnacht ist der bessere ‚Gottesdienst‘ im Vergleich zur scheinheiligen Bekriegerei und Ausbeuterei in der kirchlichen Geschichte mit all den heutigen Auswüchsen.

    Die Kirche gibt vor, für Gemeinschaft und Zusammenhalt zu stehen, jedoch verkündet sie z.B. mit der Dogmenlehre gleichzeitig die Chancenlosigkeit jeden Sich-Wehrens gegen die einschüchternden Mächte. Sie will die einzige Institution (Kultur) sein, die den Frieden bringen soll und der man dankbar für solchen sein soll. Deshalb ist ihr die Natur im Wege.

    Sozusagen erinnert der heutige Perchten- oder einfach Fasnachtsbrauch an die friedensstärkenden Tugenden des Menschen mit dem Zweck, dass die Einschüchterungen, woher auch immer, nicht durchdringen.
    Dieser Zweck ist erfüllt, wenn einzelne Menschen oder Kulturen sich nicht an der ‚Inquisition‘ beteiligen. Somit behält der Brauch auch im Alltag seine Wirkung.
    Dank ihm kann jegliche Einschüchterung ‚am Arsch vorbei‘, weil andere Ärsche für die Einschüchternden näher sind.

    Denn die Natur zieht achtlos an denjenigen vorüber, die sie verkennen.“

    https://www.facebook.com/Occupy-Kirche-717086238320420/
    https://www.youtube.com/watch?v=tEhY21AWTj4
    https://de.wikipedia.org/wiki/Percht

  14. Vernetzung heute mit Aufstehen Deutschland:

    12’000 Jahre alter Wald? Bei uns in der Schweiz würden die rechtsradikalsten unter den Politikern noch für dessen Erhalt kämpfen. Doch wir haben dieselben Probleme mit der Politik wie ihr Deutschen. Eure Bewegung hat mich inspiriert. Ich versuche gerade, die Aktivsten im Zuge der Occupy-Bewegung 2011+ in der Schweiz zu vernetzen. Mal schauen, ob wir nach dem Vollgeld-Nein=korrupte Politik die Verantwortlichen unter Druck setzen können. Da steht die Schweiz mit ihren Banken mit ihren 2/3 aller Geldwerte (1/4 in der CH selber) global in der Verantwortung.
    Das Vollgeld wäre eine wichtige Weichenstellung in Richtung Nachhaltigkeit und Frieden.

    Wir zählen deshalb auf euch! Die deutsche Politik (oder baden-württembergische z.B.) soll die Schweizer Politik ebenfalls zum Vollgeld animieren. Es will ja kaum jemand, dass sich Geschichte wiederholt, speziell die vergangene deutsche des letzten Jahrhunderts nicht…

    fb-Vernetzungsgruppe ‚Schweiz wohin?‘: https://www.facebook.com/groups/1979670208721499/?fb_dtsg_ag=AdyPHaG4iETjCz5FDxwHAQj3bXDb-XNtllCuARGtetXx3Q%3AAdzGWSmzJ9_37APXieKzSVbwEE

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