Das Ende der Arbeit

Bereits 1995 hat Jeremy Rifkin das Buch geschrieben: “ Das Ende der Arbeit „.

Heute sind wir an einem Punkt angelangt, wo Politiker und Ökonomen mit allen Mitteln und viel Geld die Wirtschaft „in Schwung“ bringen wollen, um eine Vollbeschäftigung zu erreichen. Doch die Bemühungen verpuffen mit kaum spürbarem Effekt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die grundsätzlichen Fragen werden gar nicht gestellt.

Roboter tränkt PflanzeOb wir all diese Güter benötigen oder ob diese nicht besser durch Maschinen hergestellt werden, wird nicht gefragt. Oder dass zumindest die sogenannte westliche Welt eine Konsumsättigung erreicht hat, die sich nicht mehr sinnvoll weiter steigern lässt.

Ganz offensichtlich stecken die Ökonomen und Politiker in einer tiefen Orientierungskrise. Sie haben keine Antworten und Lösungen für eine Welt mit viel weniger Arbeit. Darüber müssen wir aber dringend nachdenken. Es darf nicht sein, dass nur diejenigen mit einer Arbeitsstelle ein gutes Leben führen können und alle anderen leer ausgehen. Ebenso besteht eine grosse Gefahr, dass Konzerne die Gewinne aus der grössere Produktivität nicht an die Mitarbeiter weiterreichen, sondern hauptsächlich für ihre Aktionäre abzweigen.

Es gibt keinen Grund, die Maschinen, die oft mühselige, eintönige oder gefährliche Arbeit erledigen, zu verteufeln. Durch die Maschinen werden in kürzerer Zeit mehr Güter hergestellt. Die Herausforderung ist, diese Güter nun gerecht unter den Menschen zu verteilen, auch wenn nicht alle zum Entstehen dieser beigetragen haben. Über den Erwerbslohn ist dies konsequenterweise nicht mehr möglich, da nicht alle eine Erwerbsarbeit finden können.

Das  bedingungslose Grundeinkommen  ist eine Antwort.

Aktuelle im Spiegel zu diesem Thema:  Maschinen verdrängen Menschen .

Fleischkonsum und Urwald

Strasse mit gefaellten Staemmen im Norden Kongos. Arbeiter vermessen und markieren Staemme. Das Einschlaggebiet gehoert zu einer Konzession  der CIB (Congolaise Industrielle du...Bei den Stichworten Fleischkonsum und Urwald ist die erste Assoziation normalerweise, dass Urwaldflächen abgeholzt werden, um Platz für Rinderzüchter zu machen. Kaufen wir also kein Fleisch aus Urwaldgebieten, würden wir verantwortungsvoll handeln, so die Meinung.

Doch leider ist das zu kurz gedacht. Der Urwald wird auch indirekt gefährdet, nämlich durch den Anbau von Soja und Getreide für Tierfutter. Der Flächenbedarf ist dadurch pro Kilogramm Fleisch zwar etwas geringer als mit Weiden. Trotzdem immer noch um das fast 10-fache höher, als wenn wir das Getreide selber in Form von Brot essen würden, statt es den Tieren zu verfüttern und dann das Fleisch essen.

Ur- und Regenwälder sind im Übrigen nicht nur im Amazonas gefährdet, sondern auf der ganzen Welt, inkl. ihren tierischen und menschlichen Bewohnern.

Weitere Infos bei Greenpeace…

Eine weitere ernste Gefahr für den Tropenwald und seine Bewohner droht von der Palmölproduktion.

Mehr dazu vom WWF …

Wärmste Periode seit 1400 Jahren

Eine internationale Studie über die Klimaentwicklung der letzten 1000 bis 2000 Jahre zeigt: Die Erde hat sich in den letzten 40 Jahren stark erwärmt. 

Gletscherschmelze in Chile: Nationalpark Parque Nacional Torres del Paine nahe von Puerto Natales.

Gletscherschmelze in Chile: Nationalpark Parque Nacional Torres del Paine nahe von Puerto Natales.
Bild: Stefan Boness/Ipon

Noch nie war es in den letzten 1400 Jahren so warm wie zwischen 1971 und 2000. Dies zeigt eine internationale Studie über die Klimaentwicklung der letzten 1000 bis 2000 Jahre auf sieben Kontinenten, die heute online im Fachblatt «Nature Geoscience» veröffentlicht wird.

> weiter im TA

Neue Mobilitätskonzepte

The Chery Ant 2.0 (Photo: Gizmag)Mobilität verbraucht heute rund ein Drittel der weltweiten Ressourcen, meistens nicht erneuerbare Kohlenwasserstoffe.
Neue Konzepte drängen sich auf. China stellt eine elektrische „Ameise“ vor, welche alle Vorteile der elektrischen Mobilität aufweist:
  • weniger Materialverbrauch
  • geringerer Platzbedarf
  • Bruchteil Energiebedarf
  • erneuerbare Ressourcen
  • kaum noch Lärm
The Chery Ant 2.0 (Photo: Gizmag)

Chinese auto maker Chery likes to keep things local. It chose last year’s Beijing Auto Show as the place to unveil its original (in more than one sense) Ant concept, and it’s taken to Shanghai to show off the iAuto Ant 2.0.

Energiewende

Eine Lenkungsabgabe auf nicht erneuerbare Ressourcen, die gleichmässig an die Bevölkerung zurückerstattet wird, könnte ein Teil des Grundeinkommens ausmachen, wäre sozialverträglich (Verteilung von oben nach unten) und würde dem Raubbau am Planeten endlich einen Preis geben.

Hanspeter Guggenbühl erklärt hier in einem Auszug aus seinem Buch, wie das gehen könnte.

[Zum Buchauszug]

ISBN-13: 978-3725309924 / April 2013